Die Grundhaltung unseres pädagogischen Handelns ist begründet in der Zielsetzung der Ordensgemeinschaft Congregatio Jesu (Maria Ward – Schwestern), die ihre Sendung darin sieht, für das Wohl der Jugend besondere Sorge zu tragen.
Auf diesem Hintergrund christlichen Glaubens versuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gemeinschaft mit den Ordensschwestern jeden jungen Menschen in seiner Einmaligkeit wertzuschätzen und jede Familie in ihrer jeweiligen Lebenssituation anzunehmen und ernst zu nehmen. Dieses hat zur Folge, dass wir uns in unseren verschiedenen Hilfsangeboten an der individuellen Problem- und Lebenslage der Kinder, Jugendlichen und Familien orientieren und ausrichten.
Vor dem gesellschaftlichen Hintergrund zunehmender Individualisierung, Verarmung von Kindern und Jugendlichen und zunehmender Enttraditionalisierung und Entritualisierung damit zunehmenden Werte- und Orientierungsverlust ermöglicht das Zusammenleben in einer Gruppe Erfahrungen von Solidarität, Gefühle von Angenommen sein und Aufeinander – angewiesen – sein. Der Begriff Heimat/Zuhause erhält eine neue Bedeutung.
Im Zentrum der Arbeit der pädagogischen Fachkräfte steht die Gestaltung der Beziehung des Erwachsenen zum jungen Menschen. Einer stabilen, authentischen (und ggf. langfristigen) Beziehung für die Entwicklung eines jungen Menschen wird hohe Bedeutung beigemessen. Werte werden modellhaft vorgelebt und erfahren.
Zudem ermöglicht das professionelle Rollenbewusstsein und die methodische Kompetenz die Möglichkeit, Verhaltensauffälligkeiten und Beziehungsproblematiken zu begegnen und diese aufzuarbeiten. Weiterhin sollen eine familienähnliche, persönliche Atmosphäre und Wohnlichkeit emotionale Geborgenheit schaffen und Halt und Sicherheit bieten.